History

LEUTERSHAUSEN. Aus der „alten Heimat“ Groß-Kunzendorf im Ost-Sudentenland vertrieben, kam die Familie 1947 nach dem Krieg in Leutershausen wieder zusammen. Steinmetzmeister Josef Hanel und seine beiden Söhne Leonhard und Franz, Kaufmann und Steinmetz von Beruf, gründeten dort am 1. Juni 1948 ein Steinmetzgeschäft.

Vor der schlichten Holzhüttenwerkstatt wurden die ersten Grabsteine ausgestellt. Schon zwei Jahre später wurde das Provisorium durch einen Massivbau am Schleifweg, wo auch die Familie eine notdürftige Unterkunft bekam, ersetzt. Als erstes Fortbewegungsmittel wurde ein Fahrrad angeschafft und die Werkstatt mit einer Wandarm-Schleifmaschine ausgerüstet. Die technische Aufrüstung ging stetig voran: 1951 kam die erste Steingattersäge hinzu, das Fahrrad wurde durch ein Zündapp-Motorrad ersetzt. 1954 ergänzte ein Transporter den Fuhrpark. Der Familienbetrieb, in dem inzwischen auch Egon, der Jüngste der Brüder, arbeitete, florierte: 1956 entstand die erste Grabmal-Ausstellungshalle mit Schrifthauerwerkstatt, neben dem Direktverkauf wurden Steinmetz und Baugeschäfte beliefert.

Nach seinem Arbeitsunfall schied 1958 der Seniorchef Josef Hanel aus. Sein Betriebsanteil ging später an seinen jüngsten Sohn, den Steinmetzmeister Egon Hanel über. Fortan hieß die Firma „Natursteinwerk Gebrüder Hanel“. Aus den bescheidenen Werkstätten zog die Firma 1968 an die Rothenburger Strasse in eine moderne Produktionshalle mit neuen Maschinen und einem Portalkran um.

1978 erhielt Josef Hanel die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für besondere Verdienste unterzeichnet vom Bundespräsidenten Scheel. In den 70er Jahren stand der nächste Generationswechsel an. Wolfgang, Sohn von Franz Hanel, und Harald, Sohn von Leonhard Hanel, wurden zu Steinmetzen ausgebildet. Kaum hatten sie Anfang der 80er ihre Meisterprüfung abgelegt, begann der Bau einer neuen Produktions- und Verladehalle. Bis Mitte der 80er wurden die Büro- und Schreibarbeiten von den Ehefrauen der Hanels erledigt.

Leonhard Hanel ging 1986 in den Ruhestand, drei Jahre später sein Bruder Franz. Seitdem hieß die Firma Stein Hanel GmbH mit Egon, Wolfgang und Harald Hanel als Geschäftsführer.

Egon Hanels Tochter Carolin begann 1987 im Betrieb die Steinmetzlehre und legte später erfolgreich ihre Meisterprüfung ab. Mit einer Weltneuheit konnte die Firma 1987 aufwarten. Die damals größte Blockkreissteinsäge der Welt wurde in Betrieb genommen. 3,50 Meter maß der Durchmesser des Sägeblatts, was sogar einen Fernsehbericht zur Folge hatte. 1990 wurden zusätzliche Büro- und Ausstellungsräume angebaut. 1994 nahm die erste Konturenseilsäge ihren Dienst auf.

Zu dieser Zeit wurden jährlich ca. 250 Tonnen Naturstein, meist Granit, verarbeitet. Das Material kam aus aller Welt, vorrangig aus Südafrika, Italien und Skandinavien. Die Produktpalette umfasste Anfang der 90er Jahre Grabsteine, Treppen, Fensterbänke sowie Küchenarbeitsplatten.

1995 wurde Alexander Hanel zum Steinmetz ausgebildet und trat 2004 die Nachfolge seines Vaters Egon an.

Nach dem Ausscheiden des Gesellschafters Wolfgang Hanel sind seit 2006 Harald und Alexander Hanel Besitzer und Gesellschafter der Stein Hanel GmbH. Bernd Ziegler wurde Produktionsleiter und die Stein Hanel GmbH spezialisierte sich rein auf die Herstellung von Grabsteinen.

2007 wurde der neue Musterfriedhof am Werksgelände gebaut und fertig gestellt. Dieser dient auch zur Beratung von Friedhofsträgern. Alexander Hanel wurde stellvertr. Vorstand im Bund deutscher Grabsteinhersteller (BDG). Die ersten Modelle mit dem Modedesigner Markus Hürner wurden gefertigt. Erstmals verwendete die Stein Hanel GmbH Swarovski-Kristalle zur Verzierung. 2008 setzte Stein Hanel verstärkt auf Präsentation und baute die neue beheizbare Innenausstellung mit komplett aufgebauten Grabanlagen, in der auch die erste eigene, geschützte Produktlinie mit Designergrabsteinen gezeigt wurde.

2011 wurde das Verkaufsgebiet erweitert, der neue Standort wurde in Wassertrüdingen gebaut und eröffnet. Im gleichen Jahr wurde in Gars am Kamp (Niederösterreich) das von der Stein Hanel GmbH gefertigte Falco-Denkmal eingeweiht.

Zwei Forschungsprojekte mit der Hochschule Ansbach folgten. Die Stein Hanel GmbH und der BDG setzten sich für den Erhalt der Friedhofskultur ein. Bei der bundesweiten Ausstellung in Berlin „Orte, die gut tun“ war die Stein Hanel GmbH als eines von 15 Grabsteinunternehmen beteiligt.

Mit der neuen Produktlinie „Rokstyle“ ist Alexander Hanel 2013 eine außerordentliche, erfolgreiche Markteinführung entstanden. Internationale Medien zeigten an der Marke sehr großes Interesse. Alexander Hanel ist es in den letzten sechs Jahren gelungen, 3x den German Design Award zu gewinnen, ebenfalls den German Brand Award für Markenbildung. Ergänzt werden die Auszeichnungen u. a. mit dem Green Product Award, Querdenker Award, Bestattungen Award sowie vierfach mit dem größten Innovationspreis der Welt, dem Plus X Award.

Stein Hanel ist nach über 70 Jahren erfolgreicher Firmengeschichte dankbar für das Geschehene und blickt mit großer Zuversicht in die Zukunft. Die Verkaufsflächen wurden 2018/2019 umfangreich modernisiert. Auch wurde neue, innovative Technologie - wie eine vollautomatisierte Graviermaschine angeschafft. Die vierte Generation, Lucas Hanel und der Neffe von Alexander Hanel – Matteo Schwab – sammeln im Unternehmen erste Erfahrungen.

Ein weiteres Highlight ist die von Alexander Hanel im Jahr 2020 erschaffene neue Marke „Rokstyle Living“ – „Der kleine Luxus für zuhause“. Hier geht es um hochwertige Naturstein-Accessoires und Möbel. Bereits mit dem ersten Produkt – Duftkerzen im Natursteinbecher wurde erneut ein internationaler Innovationspreis damit gewonnen.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter….